Alkalisierung von Kakao: Was bedeutet das?

Der Begriff „Alkalisierung“ bezeichnet die Zugabe von Alkalisalzen wie Kalium- oder Natriumcarbonat während der Herstellung des Kakaopulvers.

Kaliumcarbonat ist das Kaliumsalz der Kohlensäure und ist im allgemeinen Sprachgebrauch auch unter dem Begriff „Pottasche“ geläufig. Der Name Pottasche stammt von der alten Methode der Anreicherung von Kaliumcarbonat aus Holzasche ab. Hierbei wurden die Salze durch Auswaschen mit Wasser und anschließendem Eindampfen in Töpfen (Pötten) gelöst. Natriumcarbonat ist ebenfalls ein Salz der Kohlensäure und wird durch den Abbau natürlich vorkommender natriumcarbonathaltiger Minerale gewonnen.

Bei der Gewinnung von Kakao spielen verschiedene Prozesse eine wichtige Rolle. Nachdem die Kakaobohnen geerntet und fermentiert wurden, werden die Bohnen geröstet und von der Schale getrennt. Beim Zermahlen schmilzt die Kakaobutter der Bohnen und der so genannte Kakaobruch wird zur flüssigen Kakaomasse. Das Alkalisieren des Kakaos wird mit dem Kakaobruch oder der Kakaomasse durchgeführt. Anschließend wird die Kakaomasse in Pressen zusammengedrückt. Dadurch wird das Fett herausgedrückt, es fließt als goldgelbe, klare Kakaobutter ab. Übrig bleibt der Kakaopresskuchen, welcher pulverisiert wird.

Durch die Alkalisieurung wird der Eigengeschmack des Kakaopulvers hervorgehoben und der säuerlich-bittere Geschmack gemildert. Zusätzlich wird die Farbe des Kakaos vertieft. Ferner führt eine Alkalisierung des Kakaos dazu, dass sich die Löslichkeit des Kakaopulvers z.B. in kalter Milch erhöht.

Im Naturata Sortiment sind lediglich zwei Kakaos alkalisiert. Das Kakao Getränk und der Kakao, schwach entölt enthalten Kaliumkarbonat.

3 Kommentare
  1. Kirsten sagte:

    Es ist zum Verzweifeln: Gibt es nicht mal ein Produkt, welches „nur“ im Originalzustand verpackt und verkauft wird? Nicht nur, dass wir Verbraucher keine reinen Produkte erhalten, auch den Produzenten wird durch die Beifügung gezeigt, dass ihr Naturprodukt „nicht gut genug“ ist und erst „verbessert“ werden muss.
    Und unser wunderbares „Lebens“mittelgesetz findet solch einen Zusatz offensichtlich nicht einmal deklarationspflichtig. Weil es angeblich nicht wirksam im Endprodukt ist oder weil die verwendete Menge unter die Deklarationsgrenze fällt. So,wie bei Marmeladen, wo manche Hersteller noch kackfrech draufschreiben „Ohne Konservierungsstoffe gemäß Lebensmittelgesetz“. Was ja bedeutet, dass doch welche drin sind, nur das Gesetz sie nicht deklarationspflichtig findet.

    Als ich neulich dann auch noch lesen durfte, dass bei den DEMETER-Obstbauern im Alten Land die Äpfel nach def Ernte in 58°C heißes Wasser getaucht werden, damit der Bauer vor Ernte erlusten durch Pilzbefall geschützt ist, war es mit meinem Glauben an ehrliche „Lebens“-mittel, die nicht in meinem Garten gewachsen sind, vorbei.
    Der alkalisierte Kakao ist da eine weitere Bestätigung.

    Was für eine Welt!

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    • Anita Langer sagte:

      Guten Tag Kirsten,
      wenn Sie naturbelassene Kakaopulver suchen, haben wir noch den Edelkakao und den Kakao stark entölt im Programm.
      Bei unserem „Edelkakao“ handelt es sich um einen schwach entölten Kakao mit 21 % Kakaobutteranteil und unser stark entölter Kakao hat einen Kakaobutteranteil von 11 %.

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen
      Viele Grüße
      Anita vom Naturata-Team

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    • Thomas Zillich sagte:

      hallo kirsten, hier können sie bio kakao aus peru beziehen, die rnicht alkalisiert ist und sogar als rohkost produkt deklariert ist.kaufe selbst auch dort.
      grüsse
      tom zillich

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