Dinkel-Ähre

Dinkel – eine Unterart des Weizen und doch kein Weizen

27. September, 2018

Naturata bietet ein umfangreiches Pasta-Sortiment an, nicht nur Hartweizen-Produkte, sondern auch viele Dinkel-Teigwaren. Und auch in Bio-Läden sieht man immer mehr Dinkel-Produkte, neben Nudeln auch Brot oder Kekse. Doch was ist eigentlich Dinkel und warum ist dieser so beliebt?

Dinkel – eine Weizenart

Dinkel (Triticum spelta) ist eine Weizenart und botanisch nahe verwandt mit dem Weichweizen (Triticum aestivum). Sie sind beide eine eigene Unterart der Gattung Weizen, können aber gut miteinander gekreuzt werden. Es wird vermutet, dass Dinkel durch Mutation aus älteren Weizenarten wie dem Hartweizen (T. durum), dem Emmer (T. dicoccum) oder dem Einkorn (T. monococcum) entstanden ist. Der Weichweizen ging wohl aus der Kreuzung mehrerer Getreide- und Wildgrasarten (vermutlich auch aus Dinkel) hervor. Die ersten von Menschen angebauten Weizenarten (Einkorn und Emmer) wurden vor circa 5000 Jahren im Vorderen Orient angebaut.Dinkel-Spelz

Zusammen mit den alten Getreidesorten Einkorn und Emmer sowie der Gerste gehört Dinkel zu den so genannten „Spelzgetreiden“, was sich auch in seinem botanischen Namen „Triticum spelta“ widerspiegelt. Die Dinkelkörner sind fest umschlossen von ihrem Spelz. Dabei handelt es sich um eine äußere holzige Hülle, die sich auch beim Dreschen nicht löst. Er muss in einem speziellen Mühlenverfahren, dem Gerben, entfernt werden. Diese zusätzliche Arbeit verteuert den Dinkel gegenüber dem Weizen, schützt das Korn aber auch vor unerwünschten Umweltstoffen.

Dinkel im Vergleich zu Weizen

Ansonsten ist Dinkel im Vergleich zum Weizen eine genügsame Getreidepflanze im Anbau. Er ist anspruchsloser, standfester und wetterhärter. Allerdings lassen sich die Ernteerträge durch Kunstdünger nicht weiter steigern. Deswegen wurde im 20. Jahrhundert der Dinkelanbau zu Gunsten des Weizens zurückgeschraubt. Erst in letzter Zeit wird wieder mehr Dinkel angebaut.

Dinkel und Weizen haben ähnliche Inhaltsstoffe. Dinkel besitzt jedoch einen höheren Eiweißgehalt. Da das Kleber-Eiweiß allerdings anderes zusammengesetzt ist, vertragen manche Weizensensitive Dinkel und haben so eine Alternative. Allerdings ist Dinkel für jene, die unter Zöliakie, also einer Stoffwechselkrankheit verursacht durch Gluten, leiden, keine Option.

Dinkelsorten für Naturata-Teigwaren

Für die Naturata Nudeln werden traditionelle Dinkelsorten, wie der Oberkulmer Rotkorn, verarbeitet. Diese Sorte wird besonders gerne im Bio-Anbau verwendet und ist für ihren hohen physiologischen Wert und ihr ausgeprägtes Aroma bekannt. Den Naturata-Dinkelteigwaren verleiht es den feinen, nussigen Geschmack.

Neben dem Oberkulmer Rotkorn werden auch weitere biodynamische Sorten wie Ebners Rotkorn oder Titan angebaut aber auch ganz hofeigene Sorten. Da beim Dinkel die Biodiversität sehr gering ist, müssen die Sorten weiterentwickelt und neu gezüchtet werden. Ansonsten würden sich diese zu weit von den realen Bedingungen entfernen und wären ohne eine Anpassung an Klima und Bodenbeschaffenheit nicht überlebensfähig.

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