NATURATA gibt Antwort: Wie wird der NATURATA-Rübenzucker hergestellt?

28. Oktober, 2016

Ist der Rübenzucker von NATURATA raffiniert? Welche Vorteile hat er gegenüber dem Rohrzucker? Und warum gibt es eigentlich Vollrohrzucker aber keinen „Voll-Rübenzucker“? Immer wieder erreichen uns solche und ähnliche Fragen von Kunden. Hier finden Sie die Antwort:

Wie wird der Rübenzucker von NATURATA hergestellt?

Bei der Herstellung unseres Rübenzuckers werden die Bio-Zuckerrüben zunächst gewaschen, zerkleinert und ausgekocht. Der Rübensaft wird gereinigt und zu Sirup eingedampft. Einige zugefügte Zuckerkristalle sorgen dafür, dass der Zucker in dem Konzentrat auskristallisiert. Anschließend wird die Melasse mit Hilfe von Zentrifugen abgetrennt, sodass der weiße, geschmacksneutrale Rübenzucker entsteht.

Warum gibt es keinen „Voll-Rübenzucker“?

Im Gegensatz zur Zuckerrohr-Melasse hat die Melasse der Zuckerrüben einen sehr unangenehmen und zu intensiven Geschmack, weswegen sie komplett entfernt werden muss. Daher ist Rübenzucker auch immer weiß und nie als brauner Zucker erhältlich (und wenn, dann wurde er eingefärbt). Mit der Melasse werden natürlich auch Stoffe wie zum Beispiel Vitamine und Mineralstoffe abgetrennt. Rohrzucker wird von vielen Verbrauchern als „gesünder“ oder „hochwertiger“ angesehen, da der Melasseanteil höher ist. Deshalb wird zum Beispiel im Bioladen vorwiegend dieser angeboten. Wir finden allerdings, dass man seinen Vitamin- und Mineralstoffbedarf nicht mit Zucker decken sollte. Außerdem ist der Vitamin- und Mineralstoffanteil bei einem melassehaltigen Rohrzucker ohnehin sehr gering.

Tipp: Wer den karamellartigen Geschmack der Melasse in Rohrzucker mag, kann auf unseren Vollrohrzucker „Sucanat“ zurückgreifen. Bei diesem wird die Melasse nicht entfernt und bleibt vollständig enthalten, wodurch auch im Endprodukt die im Zuckerrohr enthaltenen Mineralien vorhanden sind.

_dsc9805

Ist der NATURATA-Rübenzucker raffiniert?

Unser Rübenzucker wird nur den notwendigen Verarbeitungsschritten unterzogen und ist nicht raffiniert. Es handelt sich hierbei nur um einen „Halbweißzucker“, also keine Raffinade. Denn Raffinadezucker (Zucker von höchster Reinheit) wäre es, wenn nach dem letzten Verarbeitungsschritt (s.o.) erneute Behandlungen mit Wasserdampf (Auflösen) erfolgen würden und man diesen Sirup erneut kochen, zentrifugieren und auskristallisieren lassen würde.

Was sind die Vorteile des NATURATA-Rübenzuckers gegenüber NATURATA-Rohrzucker?

Die Rüben für unseren Rübenzucker kommen von Bio-Landwirten aus Deutschland. Somit ist der NATURATA Rübenzucker durch die deutlich kürzeren Transportwege umweltfreundlicher als vergleichsweise Voll-Rohrzucker oder Roh-Rohrzucker aus Südamerika oder Indien. Zudem unterstützen wir so die deutschen Bio-Bauern.

 

 

 

Das könnte Ihnen auch gefallen

2 Kommentare

  • Matthias Rapf

    Okt th, 2019 11:39 PM Reply

    Ich weiß nicht, was alle mit dem angeblich unangenehmen Geschmack von Rübenmelasse haben. Man streicht sich doch Zuckerrübensirup aufs Brot, schmeckt super. Sie von Naturata verkaufen das Zeug auch, nur zur Erinnerung.
    Und braunen Rohrzucker fand ich als Jugendlicher am Anfang auch ziemlich eklig. Das lag aber daran, dass ich den starken Geschmack nicht gewöhnt war, und heute finde ich ihn natürlich extrem gut. Das gleiche mit Olivenöl, das fanden in meiner Kindheit viele deutsche ungenießbar, weil es scharf und bitter ist. Nach jahrzehntelanger Konditionierung durch die stark beworbene Internationalisierung der Küche ist Olivenöl das non plus ultra, vor allem, wenn es scharf und bitter ist.
    Genau so ist das meines Erachtens mit braunem Rübenzucker. Braunen Kandiszucker aus Rüben gibt es doch. Ich weiß, das ist meist weißer Zucker, dem wieder Melasse zugesetzt wurde, aber das ist doch widersinnig, weshalb lässt man die Melasse nicht einfach drin? Klar, dann würde er teurer, weil man eine ganz eigene Produktion dafür benötigt, und der Markt für braunen Rübenzucker mangels Gewohnheit und Prestige sehr klein ist. Das ist doch eher der Grund als der Geschmack, oder? Und natürlich, dass beim Rohrzucker aus der dritten Welt die Marge wesentlich höher ist als beim Rübenzucker vom Bauer umme Ecke, geben Sie’s zu.
    Zumindest ich würde braunen Rübenzucker gerade wegen seines „seltsamen“ Geschmacks kaufen. Und natürlich, weil er ökologisch viel nachhaltiger ist als das Zeug, das einmal um den halben Erdball geschickt worden ist. Dafür kann man seine Geschmacksnerven ruhig mal auf was neues einlassen.

    • Anita Langer

      Okt th, 2019 8:51 AM Reply

      Hallo Matthias,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Vorschlag für einen melassehaltigen Rübenzucker. Zurzeit haben wir allerdings das Problem, dass auf dem Markt keiner verfügbar ist.

      Da wir aber ständig bemüht sind unsere Produkte zu verbessen und auf Kundenwünsche einzugehen, freuen wir uns über deine Anregung und werden das gerne nochmals prüfen und mit auf unsere Ideen-Liste aufnehmen.

      Dass es so vielen Roh-Rohrzucker auf dem Markt gibt, erklärt sich durch die Anfänge der Bio-Bewegung. Damals wünschten sich die Kunden einen Zucker mit hohem Melasseanteil. Dies hat nichts mit einer höheren Marge zu tun.

      Zum November dieses Jahres bauen wir übrigens unser Rübenzucker-Sortiment aus, dann bieten wir auch einen Demeter-Rübenzucker an. Zudem sind dann alle unsere Zucker-Sorten im neuen Design und damit in einer reinen Papierverpackung erhältlich. Und dank myclimate und der Kompensation der CO2-Emmisionen sind alle unsere Zucker klimaneutral.

      Viele Grüße
      Anita vom Naturata-Team

Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

Ich akzeptiere die Datenschutzbestimmungen *