Der erste Veganuary fand im Jahr 2014 statt. Bis zum Frühjahr 2021 haben daran bereits über 1,5 Millionen Menschen aus mehr als 200 Ländern teilgenommen. Als die Million geknackt wurde, hat Veganuary mal ausgerechnet, was die vegane Challenge eigentlich bewirkt:

Positive Erfahrungen der Teilnehmenden

Der Veganuary ist für viele eine tolle Erfahrung: Mehr als 98 Prozent der befragten Teilnehmenden gaben 2021 an, dass sie die Challenge weiterempfehlen würden.
Die Hälfte der Befragten berichtete von mehr Wohlbefinden und einer allgemein verbesserten Gesundheit. Am häufigsten nannten sie: mehr Energie (49 Prozent), bessere Stimmung (46 Prozent), bessere Haut (38 Prozent) und eine gewünschte Veränderung des Körpergewichts (38 Prozent).

Nach der Teilnahme haben sich deshalb ganze 40 Prozent entschieden, weiterhin vegan zu leben. Von den Befragten, die nicht vegan bleiben möchten, planen dennoch 75 Prozent, ihren Konsum von tierischen Produkten in Zukunft mindestens zu halbieren.
Und 76 Prozent sind „sehr oder extrem wahrscheinlich” bereit, eine vegane Ernährung auch künftig nochmals auszuprobieren.

Gut fürs Klima

Ganze 35 Prozent der menschengemachten Treibhausgasemissionen stammen aus der Nahrungsmittelproduktion. Diese lassen sich jedoch mit einer pflanzlichen Ernährung deutlich reduzieren. Denn im Vergleich mit einer durchschnittlichen westlichen Ernährung verursacht diese um bis zu 50 Prozent weniger Emissionen. Deshalb betont auch der IPCC-Bericht die pflanzliche Ernährung als wichtige Klimaschutzmaßnahme.1

Welchen Effekt hat der vegane Monat?

Und welchen Einfluss hat es nun, wenn sich eine Million Veganuary-Teilnehmende 31 Tage lang vegan ernähren?2

  • 3,4 Millionen weniger Tiere müssen getötet werden.3
  • 6,2 Millionen Liter Wasser und 103.840 Tonnen CO2-Äquivalente werden eingespart. Damit könnte man bis zu 2,5 Millionen Menschen für einen Tag mit Trinkwasser versorgen und fast 15.000 Mal mit dem Auto die Erde umrunden.
  • Auch die Überdüngung wird stark reduziert. Dadurch gelangen 645 Tonnen Abwasser und Jauche weniger in unsere Gewässer.

Und dein Veganuary?

Wie du siehst hat die Challenge viele nachhaltige Effekte. Und auch dein Veganuary macht einen echten Unterschied – sowohl für dich selbst als auch für die Tiere und für unseren Planeten!

Wir hoffen, dass es für dich eine schöne, inspirierende und vor allem auch leckere Erfahrung war – und wir dich mit unseren Rezepten und Tipps dabei unterstützen konnten.

Wie war denn dein Veganuary? Hast du es komplett durchgezogen? Willst du zukünftig, (öfter) rein pflanzlich essen?
Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Zu guter Letzt noch ein Tipp: Du suchst weitere vegane Rezeptideen? Dann schau auf unserer Website vorbei oder bei „Oberlecker – Die vegane Kochshow“.


Quellenangaben:
1) Fiona Harvey, Giles Tremlett: Greenhouse gas emissions must peak within 4 years, says leaked UN report. In: The Guardian, 12. August 2021.
2) Die Daten wurden Veganuary von Dr. Helen Harwatt vom Harvard University’s Animal Law and Policy Program bereitgestellt.
3) Laut Kalkulator der Vegan Society, basierend auf Hochrechnungen von Poore & Nemecek (2018): science.sciencemag.org/content/360/6392/9874.

Warum möchtest Du vegan leben?

Besonders um nicht wieder in alte Muster zurückzufallen, solltest Du Dir die Frage stellen warum du vegan leben möchtest. Die Gründe für eine vegane Ernährung sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Ob um Tierleid zu vermeiden, sich fitter und vitaler zu fühlen oder Krankheiten vorzubeugen, wichtig ist hier, das Dir stets bewusst ist, warum Du Dir diese Veränderung wirklich wünschst.

Eine vegane Ernährung ist sehr viel nachhaltiger und schont damit unsere Umwelt. Die veganen Nahrungsmittel wandern ohne Umweg über das Tier auf dem Teller. Große Mengen an Futtermittelanbau, die enorme Mengen an Ressourcen wie Wasser und Land benötigen, fallen somit weg. Eine vegane Ernährung trägt maßgeblich zur Vermeidung dieser Probleme bei.

Mit kleinen Schritten zum Veganismus

Die #Veganuary-Challenge im Januar ist vor allem dafür da, die vegane Küche einmal unverbindlich zu testen. Der Weg zum veganen Leben wird nicht in einem Sprung beschritten. Für die meisten Menschen ist vegan werden ein Prozess. Eine Umstellung Schritt für Schritt ist vollkommen in Ordnung.

Zum Beispiel könntest Du mit einem veganen Gericht am Tag beginnen und langsam weitere Mahlzeiten veganisieren. Die liebsten Alternativen beim Einkauf zu finden, braucht Zeit. Auch eine gute Planung hilft bei der Umstellung. So hast Du die volle Kontrolle über den langsamen Umstieg.

Alte Rezepte durch neue Kreationen ersetzten

Du bist in Punkto Küche und Kochen experimentierfreudig? Das trifft sich sehr gut! Vegane Küche soll nicht heißen, einfach aus den alten Rezepten alles Tierische zu verbannen. Hier ist die Kreativität neuer Rezepte gefragt. Schau doch mal auf unserer Website vorbei. Mit dem Filter „Vegan“ findet sich bestimmt die ein oder andere Inspiration.

Wie erkenne ich ob ein Produkt vegan ist?

Die meisten veganen Produkte sind mittlerweile durch ein Vegan-Symbol, das V-Label oder einem entsprechenden Schriftzug gekennzeichnet. Es gibt aber auch eine Fülle an Lebensmitteln, denen nicht direkt anzusehen sind, dass Sie vegan sind.

Dies betrifft viele Lebensmittel im Alltag, die Du zu dir nimmst. Hierzu zählen beispielsweise Brot, Bohnen oder auch süße Naschereien wie unsere Edel- und Feinbitter Schokoladen.
Fun Fact: Schokolade ist in ihrer ursprünglichen Form vegan. Das Zuführen von beispielsweise Milch, bzw. Milchpulver bei den Vollmilchschokoladen ändert dies. Alle Edel- und Feinbitter Schokoladen von Naturata kannst du auch als Veganer bedenkenlos genießen.

Auch mit einem schnellen Blick auf die Zutatenliste lassen sich aber alle heimlich veganen Produkte schnell enttarnen. Bei Naturata zählt: Es ist das drin was draufsteht.

Hab‘ Spaß am veganen Essen

Essen ist nicht nur Nahrungszufuhr, sondern auch Lebensgefühl und Kultur. Jede Ernährungsumstellung hat Höhen und Tiefen. Wichtig ist, sich nicht den Spaß am Essen von Schwierigkeiten nehmen zu lassen. Genieße deine kulinarische Entdeckungsreise und persönliche Entwicklung in die neue Lebensweise.

Feiere deine persönlichen Erfolge und hab keine Angst davor Fehler zu machen. Dann klappt’s auch mit deinem veganen Weg. Wir wünschen viel Erfolg und vor allem Spaß auf deinem Weg.

Im September veranstalteten wir gleich zwei tolle Koch-Events in Heppenheim und Ludwigsburg. Gemeinsam mit ausgewählten Geschäftskunden und Bio-Laden-Inhabern aus der Region und unserem Kooperationspartner, dem bekannten Ayurveda-Koch und Kochbuch-Autor Volker Mehl haben wir ein mehrgängiges vegetarisches Menü gezaubert. Während die Beteiligten auch selbst den Kochlöffel schwangen, gab es eine spannende Einführung in die 5000 Jahre alte indische Ernährungslehre Ayurveda. Außerdem lernten die Koch-Event-Teilnehmer viele Tipps & Kniffe in der Küche. Alle waren begeistert und mit Herzblut und großem Eifer dabei. Die leckeren Kochergebnisse wurden direkt beim gemeinsamen Essen probiert und haben alle überzeugt. 😊

Es waren sehr gelungene, erlebnisreiche Tage, mit vielen spannenden neuen Infos, super-leckeren Rezept-Ideen, heiterem Miteinander … einfach zwei wunderbare Events!

Ein Sommerfest mit viel Tiefgang

Haben wir es letztes Jahr zum Sommerfest etwas ruhiger angehen lassen, so waren wir dieses Mal wieder unterwegs. Diesmal ging es in die große Kreisstadt Esslingen am Neckar und in deren Tiefen.

Am 04.07. war es soweit, nach einem gemeinsamen Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Marbacher Bahnhof. Nach Tagen voller Sonnenschein wollte uns das Wetter an diesem Tag wohl nicht so gesonnen sein. Punkt 13:00 Uhr zur Abfahrt hat uns ein Platzregen vor der Tür begrüßt. Doch von ein bisschen Wasser ließen wir uns nicht aufhalten.

Mit S-Bahn und Bus ging es zum Dicken Turm der Esslinger Burg. Hier wartete schon unser urschwäbischer Stadtführer, der uns in die „Keller, Krypta und Katakomben“ brachte. Zu den unterirdischen Sehenswürdigkeiten, die der Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben, gehörten der Wasserspeicher unter dem Burggelände, ein historischer Keller unter dem Marktplatz, die Ausgrabungen von St. Dionys und das ehemalige Beinhaus unter dem Stadtarchiv.

Mit reichlich Witz und unglaublich viel Wissen erzählte uns unser Historiker die besondere Geschichte von Esslingen und zeigte uns, was man aus dem Untergrund geschichtlich lernen kann.

Prickelnd ging es weiter

Nachdem wir wieder das Tageslicht erblickten, ging es auch gleich weiter zu unserem nächsten Programmpunkt, zur ältesten Sektkellerei Deutschlands: Kessler Sekt.
In den mittelalterlichen Gewölben unter dem früheren Speyrer Pfleghof wurde 1826 der erste deutsche Schaumwein erzeugt. Bei einer kleinen Führung wurden wir in die Kunst der Sektherstellung eingeweiht. Bis heute reift der Sekt auf traditionelle Weise in Flaschen. Dabei müssen diese immer wieder gedreht und gerüttelt werden.
Nach so viel theoretischem Wissen ging es nach oben in das Kessler-Haus. Nun waren die Geschmacksknospen gefragt. Bei der Degustation von drei feinen Sekt-Sorten erfuhren wir noch einiges über das spannende Leben von Georg Christian von Kessler.

Ein entspannter Ausklang

Nachdem sich einige Mitarbeiter mit Kessler-Sekt eingedeckt hatten, ging es zu unserem letzten Programmpunkt: Bei einem leckeren Drei-Gänge-Menü ließen wir den Abend bei guten und kurzweiligen Gesprächen ausklingen.

Auch in diesem Jahr waren wir wieder vom 05. bis 08. April in Stuttgart auf der Slow Food Messe mit dabei. Trotz sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein waren die acht parallel stattfindenden Messen mit über knapp 90.000 Besuchern gut besucht.
Der „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ ist nicht nur für Fachbesucher, sondern hauptsächlich für Endverbraucher. Für uns ist sie daher eine schöne Gelegenheit direktes Feedback zu bekommen und uns als regionales Unternehmen vorzustellen. Bei vielen Besuchern waren wir bereits bekannt und es wurde gezielt nach uns und unseren Produkten gesucht. Insgesamt bestand ein hohes Interesse an unseren Produkten, ihrer handwerklichen Herstellung und ihrer sozialen Herkunft.

Im Angebot hatten wir dieses Mal unsere neuen Grillsaucen, unsere beliebten Herkunftsschokoladen und unsere Getreidekaffees. Ein überraschendes Highlight für viele Besucher war unsere Herkunftsschokolade Lateinamerika Edelbitter 100 %. Nach zögerlichem Probieren waren viele begeistert von dem runden Geschmack. Alles in Allem war die Messe für uns ein voller Erfolg und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Neben unseren Produkten wurden noch viele weitere auf der Slow Food Messe vorgestellt. Dabei kommt die Frage auf, was ist Slow Food überhaupt und welchen Kriterien muss ein Lebensmittel entsprechen, dass es als Slow Food bezeichnet werden darf?

Was heißt Slow Food?

Slow Food entstand als Gegenbewegung zum Fast Food und wurde bereits 1986 in Italien gegründet.
Es steht für gesunde Ernährung und bewusstes Genießen regionaler Lebensmittel. Alle Produkte müssen gemäß dem Dreiklang „gut, sauber, fair“ hergestellt sein. Gute Lebensmittel sind nach der Slow Food-Philosophie nachhaltig angebaute und – bei Tieren auch – artgerecht erzeugte Grundprodukte sowie verarbeitete Lebensmittel, die aus hochwertigen Zutaten bestehen und weitestgehend ohne technologische Hilfs- und Zusatzstoffe hergestellt werden.

Die naturgemäße Verarbeitung von Produkten erfordert von Produzenten besonderes handwerkliches Können, lange Erfahrung, umfassendes Wissen und Liebe zum Produkt. Daher pflegen auch wir lange und partnerschaftliche Beziehungen zu unseren Lieferanten.

Mit vielen Kriterien von Slow Food stimmt Naturata überein, so legen auch wir besonders großen Wert darauf, aufzudecken, wo das Essen herkommt und unterstützen nachhaltige und umweltfreundliche Lebensmittelproduktionen.

Auch in diesem Jahr waren wir wieder bei der BIOFACH vertreten. Vom 14. bis 17. Februar 2018 versammelten sich in Nürnberg 3.218 Aussteller aus 93 Ländern auf der BIOFACH und der parallel stattfindenden VIVANESS. Rund 50.000 Besucher aus 134 Ländern erfreuten sich an den ausgestellten Produkten. Auch unser Messestand war wieder gut besucht und es bestand großes Interesse an unseren Neuheiten. Zudem konnten wir im Rahmen der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel viele interessante und erfolgreiche Gespräche führen.

Unser Stand auf der Biofach

 

Unsere Neuheiten im Fokus

Im Fokus standen dieses Jahr unsere neuen Saucen, die die Fachbesucher auch direkt am Stand probieren konnten. Neben unseren beliebten Mayos und Remouladen, die nun auch im Gläschen erhältlich sind, konnte auch unser neuer körniger Senf überzeugen. Bei den Grillsaucen gibt es nicht nur vier komplett neue leckere Sorten, es wurde auch die Rezeptur der bestehenden Saucen überarbeitet. Hierbei wurde komplett auf den Einsatz von Rohrzucker verzichtet und auf alternative Süße gesetzt. Das Feedback hat uns bestätigt, dass wir damit genau richtig liegen.

 

Sommerzeit ist Partyzeit – auch bei Naturata. Wie in jedem Jahr gab es auch in diesem ein Sommerfest für alle Mitarbeitenden. Waren wir in den Vorjahren im Barockschloss Ludwigsburg oder in Stuttgart auf Stäffelestour, so wollten wir es in diesem Jahr ein wenig entspannter haben. Eine schöne Grillparty direkt hinter dem Firmengebäude wurde organisiert. Die Vorfreude war schon bei allen während des Arbeitstages zu spüren. Einige waren noch in einem Workshop eingebunden und so ging es danach auch mit der Feier los.

Fast ins Wasser gefallen

Dachten wir…. ein ordentliches Gewitter direkt über uns sorgte eine halbe Stunde vor Start noch für hektisches Verräumen aller bereits aufgestellten Tische und Leckereien. Kaum war das Gewitter vorüber, wurde alles wieder an seinen Platz gestellt. Dank  der schwülen Hitze sorgte diese Extra-Aktion für einige Schweißperlen auf der Stirn aller fleißigen Helfer. Vielen Dank an dieser Stelle für alle Organisatoren und fleißigen Bienchen, die das Fest für die restliche Mannschaft so schön organisiert hatten.

Das Buffet ist eröffnet

Ein liebevoll zusammengestelltes Buffet wurde aufgebaut mit feinsten Salaten, weiteren Beilagen und einer wunderbaren Auswahl an Getränken. Den Grillmeister machte unser Kaufmännischer Leiter Pedro sowie unser Vorstandsvorsitzender Markus Kampf. Beide fanden immer den optimalen Garpunkt beim Grillen und versorgten alle fürsorglich mit Grillgut.

Hightlight: Bier-Verkostung

Unsere Außendienst-Mitarbeiterin Susanne ist Bier-Sommelière und hat für alle Kolleginnen und Kollegen eine spannende Auswahl verschiedener Biere mitgebracht und verkostet. Die besonderen Bierstile und außergewöhnlichen Geschmacksnuancen wurden genau erklärt und wer wollte, konnte vom verkosteten Lieblingsbier auch ein weiteres Glas erhalten. Informative Darstellungen über die Herstellung von Bier sowie nette Anekdoten und Sprichwörter, die auf die jahrhundertelange Historie der Braukunst zurückzuführen waren, untermalten die feucht-fröhliche Verkostung. Danke Susi für diesen spannenden Exkurs.

Bei leichtem Obst zum Dessert und kühlen Drinks wurde viel gelacht und gequatscht und das bis in die Sommernacht hinein. Ein durchweg gelungener Abend den wir noch lange in Erinnerung behalten werden.

Eindrücke der Party gibt es oben zum Durchblättern in der Galerie.

Die Naturata Logistik eG hat am 24.06.2017 zur Eröffnung der neuen Lagerhalle ein großes Sommerfest veranstaltet. Mit der neuen und somit vierten Halle, verfügt das Logistikunternehmen nun über 3.000 weitere Paletten-Stellplätze und insgesamt rund 10.000 qm Lagerfläche.

Offizielle Einweihung

Das Event begann – bei bestem Wetter – nachmittags mit Kaffee vom Bio-Kaffee-Mobil und selbstgebackenen Kuchen. Nachdem Reinhold Hollering und Jürgen Sauer, die beiden Geschäftsführer der Naturata Logistik eG, sowie Prokuristin Doris Maag, Wolfgang Reiner von der Sparkasse Tauberfranken, Bürgermeister Joachim Markert und Eberhard Dörr von der Baugesellschaft ein paar Worte anlässlich der offiziellen Schlüsselübergabe sagten, folgten noch Grußworte vom Aufsichtsratsvorsitzenden Lutz Größel (Geschäftsführer von Naturata Köln), von Anne Mutter (Holle Baby Food) und Pedro Fernandes (Prokurist der Naturata AG).

Danach hatten die rund 300 Gäste Gelegenheit an Führungen über das Gelände des Biologistik-Anbieters teilzunehmen. Das Unternehmen ist aktuell für die Logistik und Lagerhaltung der Produkte vieler Kunden der Bio-Lebensmittel-Branche zuständig. In der neuen großen Halle sollen jedoch hauptsächlich die Produkte der Naturata AG gelagert werden.

Nachhaltigkeit im Vordergrund

Naturata legt Wert auf Nachhaltigkeit und Werthaltigkeit. Daher ist das Unternehmen bestrebt, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen. So befindet sich z. B. auf dem Dach eine Photovoltaikanlage und auf dem Firmengelände ein Biotop, das als Lebensraum für bedrohte Tierarten dient. Die Wände der neuen Halle sind dicker als üblich, sodass das Klima in der Halle konstanter ist und weniger Energie benötigt wird.

Essen, Trinken, Feiern

Nach etwas Zeit, die zur Besichtigung sowie für Gespräche diente, wurde das reichhaltige Buffet mit vielfältigen Salaten und Fleischspezialitäten vom Grill eröffnet. Für kühle Getränke wie Limonade, Bier und Weine war gut gesorgt. Natürlich hatte alles Bio-Qualität und das Buffet wurde mit einigen Bio-Produkten verschiedener Logistik-Kunden ergänzt. Dabei wurde die großzügige Fläche des Anlieferungsbereiches der neuen Halle für die Ausgabe der Speisen und Getränke genutzt. Nachdem alle das leckere Essen genossen hatten und die Dunkelheit hereingebrochen war, gab es noch eine spektakuläre Feuershow  von „Flamazing“. Danach wurde zur Musik der regional bekannten Rock-Pop-Cover-Band „Private Five“ noch bis in die Nacht gefeiert.

Wir danken der Naturata Logistik eG für die Einladung zu dieser tollen Feier und freuen uns auf viele weitere Jahre guter Zusammenarbeit.

Eindrücke des besonderen Tages gibt es oben in der Galerie zum Durchblättern.

1976 reifte die Idee heran, die Naturkosteinzelhändler zuverlässig mit hochwertigen Lebensmitteln in Bio- und Demeter-Qualität zu versorgen – die Geburtsstunde von NATURATA. Denn die noch relativ neu gegründeten Naturkostläden erkannten, dass sie ihr Angebot ausweiten müssen, um am Markt erfolgreich zu sein. Aus diesem Bedürfnis heraus entstanden die ersten Großhandels- und Import-Unternehmen und so auch NATURATA: Daniel Trenkle und Jochen Robrand, beide Inhaber eines Naturkostladens, gründeten die NATURATA eG als  Großhandelsunternehmen mit anthroposophischem Background.
Unabhängig  davon wurden einige NATURATA-Naturkostläden gegründet. Diese wirtschaftlich unabhängigen Firmen schlossen sich in einem  „NATURATA-Arbeitskreis“ zusammen und der Name „NATURATA“ wurde rechtlich geschützt.
Was alle vereint? Der anthroposophische Hintergrund der NATURATA-Idee: Ziel ist es, im Einklang mit der Natur in gerechten, sozialverträglichen Marktprozessen zu arbeiten.

Einer der ersten NATURATA-Läden wurde in Köln gegründet. Der Laden im schönen Stadtteil Sülz ist seit jeher als gut sortierter Bioladen bekannt. Für unser Jubiläumsspecial haben wir dem Geschäftsführer Lutz Größel ein paar Fragen rund um das Unternehmen gestellt:

naturata1

Herr Größel, NATURATA Köln wurde vor über 30 Jahren aus dem Umfeld des anthroposophischen Lesekreises und der Waldorfschule in Köln gegründet. Im Oktober 1982 eröffnete Ihre Mutter Helga Größel zusammen mit Wiltrud Weber die NATURATA-Filiale in Köln-Sülz. Sie stiegen 1994 in die Firma ein. Wie ging es nach der Gründung weiter? Im Laufe der Zeit kamen ja noch mehr Läden dazu.
Ende der 80er Jahre kam ein Schuhgeschäft mit Öko-Schuhen hinzu. Da diese nicht gut liefen, wurde daraus ein Naturtextilladen für Erwachsene.
1995 zogen wir im Viertel an einen besseren Standort um und, weil das so gut funktionierte, zogen wir 2002 noch einmal um.
1995 wurde auch die erste Filiale in Hürth eröffnet. Das Geschäft war aber zu klein, um als Filiale geführt zu werden, und wurde dann abgegeben. Es existierte jedoch noch bis Ende der 90er Jahre.
2004 wurde NATURATA City eröffnet und 2005 kam die Filiale in den Köln Arcaden hinzu, welche nach langen drei Jahren wieder geschlossen wurde. Dann wurde NATURATA City vergrößert auf circa 1200 qm.
2011 kam schließlich Siegburg hinzu.

Inzwischen bieten Sie sogar einen regionalen Hausbelieferungsservice an, der sich großer Beliebtheit erfreut und bei dem Sie ab einem geringen Mindestbestellwert ohne Aufpreis im eigenen Kühltransporter Ware in die Haushalte liefern. Ihre Mitarbeiter erhalten ein Jobticket, Sie haben Solaranlagen installieren lassen, um einen Teil grünen Strom selbst zu erzeugen, Sie spenden nicht mehr verkäufliche Ware an Tafeln und legen Wert auf eine gute Ausbildung in Ihren Läden. Was hebt NATURATA-Läden noch von anderen Bioläden ab?
NATURATA Köln empfindet sich als Pionier und ist ständig auf der Suche nach ökologischen, nachhaltigen Produkten und Themen wie zum Beispiel Bruderhahn, fair breeding etc.

Man merkt, dass Sie Ihre Aufgabe darin sehen, eine innovative ökologische Firma zu sein, die für alle Beteiligten nachhaltig und gesund ist und Freude bereitet. Was ist Ihnen für die Zukunft wichtig? Welche Message möchten Sie in die Welt tragen?
Bewusst gelebte Demokratie entscheiden wir alle mit unserem Portemonnaie. Also kann unser Konsum die Welt maßgeblich verändern. Möchten wir zum Beispiel keinen Atomstrom mehr, so sollten wir alle Öko-Strom kaufen und der Markt regelt auf einmal etwas im positiven Sinne.

lutz-groessel_80erWas war Ihr persönliches NATURATA-Highlight?
Das kann ich gar nicht mehr genau sagen. Das erste Mal ausschlafen? Der erste Urlaub? Dass ich an meinem 40. Geburtstag zum ersten Mal keine Inventur machen musste?

Herr Größel, Sie scheinen ein sehr lebensfroher Mensch zu sein, ein Querdenker, der gerne andere, neue Wege geht und dem es wichtig ist, sich für eine bessere Welt einzusetzen. Wir stellen uns vor, dass es einige lustige Momente in den letzten Jahren gab  (aber sicher auch einige Stolpersteine). Fällt Ihnen eine witzige Anekdote aus der Anfangszeit ein?
Die Anfangszeit kann man sich gar nicht mehr so richtig vorstellen. Wir sind viel mit unserem alten, klapprigen, rostigen Lieferwagen durch die Gegend gefahren. Einmal hatten wir gerade eine große Menge Federweißer abgeholt, von dem dann fünf Liter im Transporter ausgelaufen sind. Dort hat er weiter gegärt und zwei Wochen später kam ich in eine Polizeikontrolle. In dem Fahrzeug stank es noch ewig nach Alkohol.
Den Federweißen haben wir damals noch mühsam von Hand in Flaschen abgefüllt, um ihn verkaufen zu können – was übrigens bei fast allem so war. Heute ist die Warenbeschaffung viel einfacher, man tippt es in die EDV ein und am nächsten Tag steht alles im Laden.

naturata3

Haben Sie ein NATURATA-Lieblingsprodukt?
Ja, ich liebe das Kretaöl. Das Olivenöl aus Kreta brauche ich selbst in großen Mengen und weil wir dieses Produkt unterstützen wollen und es für 6,99 € verkaufen, kaufen es auch die Kunden in großen Mengen.

Lieber Herr Größel, vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Ihnen und NATURATA Köln alles Gute für die Zukunft!

Vor zehn Jahren haben sich die beiden Vereine Naturata International – Gemeinsam Handeln und Kultursaat zusammengetan, um die biodynamische Gemüsezüchtung voranzubringen. Ganz konkret entstand daraus eine Kooperation, die unter dem Namen FAIR BREEDING® insbesondere die züchterische Bearbeitung von Blumenkohl intensivieren sollte. Am 13. und 14. September kamen Vertreter beider Organisationen in Bingenheim zusammen.

Fairbreeding

Die Ladner von Naturata zu Besuch im Zuchtgarten. (Foto: Marek Thielemann)

 

„Die Zusammenarbeit ist einzigartig und von großem gegenseitigem Interesse gekennzeichnet – und von Herzblut in der Sache“, stellt Kultursaat-Geschäftsführer Michael Fleck fest. Dies war auch beim Treffen in Bingenheim spürbar. Die Ladner geben ihrem Anliegen Ausdruck durch die Selbstverpflichtung, über 10 Jahre einen Teil ihrer eigenen Wertschöpfung an die Gemüsezüchtung abzugeben, ohne irgendwelche Rechte daraus abzuleiten. Bei der Herbst-Zusammenkunft bekamen die Naturata-Ladner lebendige Einblicke in die laufende praktische Arbeit, sowohl im Gespräch als auch durch Besuch der Zuchtgärten der in Bingenheim ansässigen Züchter – und das bei Temperaturen um 30 °C. „Züchtung ist schon eine Welt für sich“, resümiert Roland Majerus von Naturata Luxemburg. „Was früher noch Teil des landwirtschaftlich-gärtnerischen Tuns war, ist heute getrennt und an Profis delegiert, die in vielen Fällen ihr Geld gleichzeitig mit Agrarchemie verdienen. Von diesen Strukturen ein Stück weg zu kommen, ist eines unserer Ziele. Deshalb ist es so nötig, dass die frei finanzierten biodynamischen Züchtungsaktivitäten intensiviert werden“, so Majerus.

 

Fairbreeding

Zahl behördlich zugelassener Blumenkohlsorten gruppiert nach samenfesten Sorten (weiß) und Hybriden (blau). (Zusammenstellung von Kultursaat e. V. auf Basis von Daten des Gemeinsamen Sortenkataloges für Gemüsearten, verschiedene Jahrgänge (Link: Plant Variety Database der EU))

Durch die FAIR BREEDING® Partnerschaft sind Finanzmittel in einer Höhe von bisher knapp 140.000 EUR geflossen, die der Entwicklung neuer samenfester Blumenkohlsorten bei Kultursaat zu Gute kamen. Bei dieser Gemüseart sind 80 Prozent der zugelassenen Sorten Hybriden, davon machen sogenannte CMS-Hybriden aus Zellfusion einen immer größeren Anteil aus. Da solche CMS-Hybriden im verbandsorganisierten Ökolandbau in Deutschland verboten sind, ist der Handlungs-bedarf besonders groß. Während der Projektlaufzeit wurden drei weißblumige Kultursaat-Sorten beim Bundessortenamt zugelassen: Nuage, Tabiro und Celiano. Diese stehen in Form ökologisch vermehrten Saatguts zur Verfügung. In den nächsten Jahren sollen weitere Zuchtlinien in die behördliche Prüfung folgen und auch die züchterischen Anstrengungen weiter ausgebaut werden. „Die Zusammenarbeit mit den Züchtern hat uns die Augen für ein Feld geöffnet, das wir als Händler und Verbraucher nicht im Alltagsbewusstsein haben“, konstatiert Heinz Knauss von Naturata Überlingen. „Mit Blick auf die beängstigende Konzentration am Saatgutmarkt, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR oder auch die Frage nach der Qualität der Bio-Produkte ist der aktive Einbezug der Öko-Pflanzenzüchtung in die Wertschöpfungskette nur eine logische Konsequenz. Deshalb geht es mit FAIR-BREEDING® auf jeden Fall weiter. Aber wir freuen uns über jede ähnliche Initiative, denn die Herausforderungen sind zahlreich!“